Tübingen

Julian Grünke zum Bundestagskandidaten gewählt

Am Abend des 07.07.2020 haben die Mitglieder des FDP Kreisverbandes Tübingen auf ihrer Wahlkreisversammlung in Ofterdingen den Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 290 gewählt.  Die Veranstaltung fand unter freiem Himmel und Einhaltung der Hygienemaßnahmen auf dem Gelände des FDP Ortsvorsitzenden von Steinlach-Wiesaz Lars Fuhrmann statt. Nachdem Christopher Gohl, der 2017 für den Kreisverband für den Bundestag kandidiert hatte, nicht erneut antrat, stellten sich mit dem Ortsvorsitzenden der FDP Rottenburg Marvin Elsässer und dem Ortsvorsitzende der FDP Tübingen Julian Simon Grünke zwei Junge Liberale zur Wahl. Nach zwei mitreißenden Bewerbungsreden und einer ausführlichen Befragung der Kandidaten, wurde Julian Simon Grünke mit einer absoluten Mehrheit von 18 zu 13 Stimmen gewählt. Grünke ist 24 Jahre alt und studiert Politikwissenschaft und BWL in Tübingen. Er sei bereits vor der Bundestagswahl 2017 den Jungen Liberalen (JuLis) und der FDP beigetreten, weil er „es nicht verantworten konnte, dass im Parlament kein Anwalt der Bürgerrechte sitzt.“ Er… Weiterlesen »

Ethik im Cybervalley

Fast zeitgleich mit der Bekanntgabe der geplanten Ansiedlung des Bosch-Forschungszentrums Künstliche Intelligenz erreichte die Mitglieder des Gemeinderats am vergangenen Montag ein Schreiben des Cyber Valley-Verbunds, in dem dieser die Gründung eines „Public Advisory Board“ für die industriefinanzierten  Forschungsprojekte bekannt gab. „Aufgabe des Beirats“, schreibt der Cyber Valley-Verbund, „ist es, Anträge für Forschungsprojekte, die aus dem industriefinanzierten Cyber Valley Research Fund finanziert werden sollen, vorab hinsichtlich ihrer ethischen und gesellschaftlichen Implikationen zu prüfen. Die größte Forschungskooperation Europas auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz schafft damit ein zusätzliches Element der Transparenz.“ Als der Gemeinderat im Dezember letzten Jahres dies (aus Anlass einer für ihn schwierigen Diskussion um die Optionsvergabe an die Firma Amazon) angemahnt hatte, bekamen wir viel Kritik, auch Spott, zu hören. „Übernehmt Ihr euch da nicht, wenn Ihr glaubt, Daimler, Bosch, ZF oder Amazon Vorschriften machen zu können, was die ethische Fundierung auch nur derjenigen Forschungsprojekte angeht, die aus dem… Weiterlesen »

Die Männer im Gemeinderat von Tübingen haben gefühlt mehr Redezeit

Die Themen Bauen, Finanzen, Haushalt, Planung und Verkehr werden im Gemeinderat eher von Männern bearbeitet, Frauen hingegen sind eher für die Felder Soziales, Kultur, Integration, Kinderbetreuung und Bildung zuständig.Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter Gemeinderäten in Tübingen. Die Ergebnisse der Umfrage wurden Anfang der Woche im Rahmen einer Gemeinderatssitzung anlässlich des 100. Jahrestags der Einführung des Frauenwahlrechts diskutiert.An der Erhebung hatten 33 von insgesamt 40 Mandatsträgern teilgenommen, davon etwas mehr als die Hälfte weiblich.
Dietmar Schöning, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Tübinger Gemeinderat

Baulandentwicklung

Dass der Gemeinderat das Baulandentwicklungsprogramm (unter Zurückstellung der das Erbbaurecht betreffenden Teile) in der Woche vor Weihnachten einstimmig beschlossen hat, liegt wohl vor allem darin begründet, dass auf allen Seiten die Erkenntnis da war, dass mehr Wohnraum vor allem für diejenigen Teile der Bevölkerung geschaffen werden muss, die es schwer haben, auf dem freien Markt ein passendes Angebot bezahlbaren Wohnraums zu finden.